Wenn Fußball nicht mehr reicht: Warum Extremsportarten angesagt sind

Fussball ist kein Extremsport. Zwei Fussballer beim Anstoss
Author: Phillip Kofler, pixabay.de, CC0 1.0
Print Friendly

Ein bisschen extremer geht immer

Kein Sport auf der Welt ist so populär wie Fußball. Er ist ein lukratives Geschäftsmodell im Profisport und ein sehr beliebter Zeitvertreib für Jungs (und Mädchen) jeden Alters. Wenn es um das aktive Treiben von Sport geht, ist der Fußball nach Aussagen der Rheinischen Post ganz vorne, zumindest bundesweit.
Der Spiegel macht drei Gründe dafür verantwortlich, dass Fußball so eine außergewöhnlich beliebte Sportart ist:

  • Die Bedeutungslosigkeit: Fußball hat in der Regel keine Auswirkungen auf das Leben des einzelnen – unabhängig von Sieg oder Niederlage
  • Die einfache Spielstruktur: Im Vergleich mit anderen Sportarten ist das grundlegende Prinzip von Fußball einfach. Der Ball muss ins andere Tor, je häufiger desto besser
  • Die Gemeinschaftsstruktur: Fußballfans sind eine große Gemeinschaft, zumindest im Stadion, aber häufig auch in der Kneipe oder im Büro. Es fällt einfach, sich zugehörig zu fühlen, selbst wenn man den anderen gar nicht kennt

Extremsportarten sind angesagt

Auf der anderen Seite hört und sieht man immer häufiger von ausgefallenen, seltsam anmutenden, extremen Sportarten. Auch wir von yMove! berichten über noch nicht so bekannte Sportarten, wie beispielsweise Bubble Soccer. Und das ist noch eine der harmlosen Varianten. Selbst Marathonlaufen ist für viele zu gewöhnlich. Dabei hat das doch wirklich Tradition. Heute müssen es Obstacle Runs sein, Hindernisrennen bei widrigen Wetterbedingungen.

10 Extremsportarten

Adrenalin-Junkies und die Jagt nach den Endorphinen

Der Einfallsreichtum von Adrenalin-Junkies und technische Neuerungen führen dazu, dass immer neue Extremsportarten erfunden werden. Unzählige ungewöhnliche Sportarten können dabei zu Lande, im Wasser oder in der Luft ausgeübt werden. Auch Schnee und Eis bieten gute Möglichkeiten sich selbst zu beweisen. Denn darum geht es doch.

Bungeejumping ist Extremsport und für Adrenalin-Junkies das Richtige
Author: Mathias Gawlista, flickr.com, CC BY 2.0

Beim Menschen wird während eines Thrillerlebnisses eine große Menge an “Glückshormonen“ (körpereigenen Endorphinen) ausgeschüttet. Das erklärt auf körperlicher Ebene die oft beschriebene euphorisierende Wirkung während und nach dem Thrill. Wiederholen sich diese Prozesse in regelmäßigem Abstand, dann kann sich der Körper daran gewöhnen und verlangt nach mehr “Glückshormonen“. Also muss etwas Neues her. Extremsport hat also einen gewissen Suchtcharakter.

“Extrem” heißt bald schon “normal”

Das Extreme ist heute oft schon das Normale. Werte werden uns immer weniger von realen Persönlichkeiten sondern über die Massenmedien, Fernsehen und Internet vermittelt. Welcher normale Mensch in einem funktionierenden Sozialsystem käme denn von selbst auf die Idee, sich an einem Gummiseil in die Tiefe zu stürzen oder auf einem Seil über einen Abgrund zu balancieren?

Da ist es doch beruhigend zu sehen, dass es trotz des Einflusses der Medien und des Drangs nach dem Besonderen immer noch möglich ist, mit einem einfachen Ball Menschen zusammen zu bringen und Spaß zu haben. Dabei müssen sie nicht einmal selbst spielen. Das hat die Fußball EM in diesem Jahr doch wieder bewiesen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*