Trendsport Klettern bietet immer mehr Varianten / Ein Besuch im Hochseilgarten

Hochseilgarten im Grünen
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Auf wackeligen Hängebrücken und über Seilwinden geht’s von Baum zu Baum

Das macht einen Spaß: Klettern im Hochseilgarten. Die 13-jährige Kara rauscht wie ein Blitz zwischen den Baumwipfeln. Mehrere Seilwinden führen von Plattform zu Plattform. Dann ist ihre Freundin Mareike dran Ihrer Mutter folgt hinterher.

Schwindelfrei muss sein

Höhenangst darf man dabei allerdings nicht haben. „Es ist so Klasse“, sagt Kara und strahlt. So mitten im Grünen macht ihr der Aufenthalt im Kletterwald besonders viel Freude.

Es geht auch sehr günstig

Sie klettert regelmäßig. Normalerweise aber kostengünstig am Kletterturm in ihrer Heimstadt. Da hat der örtliche DAV (Deutscher Alpenverein) einen alten Holzspäneturm entsprechend umgebaut. Hier führen verschiedene Routen unterschiedlicher Stärkenklasse nach oben. 16 Meter hoch ist der Turm. Inzwischen sind auch im Inneren Routen angebracht.

In Bayerns größtem Hochseilgarten

Heute ist es aber anders. Ziel des Kletterausflugs ist der Hochseilgarten Bärenfalle in Immenstadt im Allgäu. Bayerns größter Hochseilgarten ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Schulklassen oder Jugendgruppen aus der ganzen weiteren Umgebung Immenstadts.

Wandeln in 20 Meter Höhe

Er bietet 17 Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade mit 177 Elementen mit einer Höhe von einem bis zu 20 Metern. Und seine Lage ist phantastisch, weil er in einen über 100 Jahre alten Bergwald integriert ist.

Es kostet Überwindung

Der besondere Reiz ist der fliegende Bär. Den möchte Kara am liebsten gar nicht verlassen. Auch wenn sie zugibt, dass sie an einigen Stellen schon etwas Überwindung kostet. Aber nicht nur sie.

Ein Vater denkt ans spucken

Auch die Erwachsenen, die mit ihr und zwei Freundinnen mitgekommen sind, überlegen sich genau, ob sie die eine oder andere Bahn dann doch nicht lieber lassen. „Ich will ja nachher nicht spucken“, bemerkt ein Vater spöttisch gegenüber seiner Tochter an. Und schließlich muss man sich mit Ende 40 ja nicht mehr alles zumuten.

Sieben Seilbahnen führen durch den Wald

Im fliegenden Bär dem Seilbahnparcours in der Bärenfalle führen sieben Seilbahnen quer durch den Bergwald bis zu 20 Meter hoch und bis zu 100 Meter lang. Das ist ein schwindelerregendes Erlebnis. Natürlich ist man in einem solchen Hochseilgarten entsprechend sicherheitstechnisch ausgerüstet, Helm und Sicherheitsgurte sind absolute Pflicht.

Hochseilgarten im Grünen hoch in der Luft

Parcours von unterschiedlicher Stärke

Darüber hinaus bietet die Anlage verschiedenste Themenparcours mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Selbst für Kleinkinder gibt es einen Parcours. Manche zielen direkt auf Einsteiger und Familien mit Kindern ab sechs Jahren.

Eine wackelige Angelegenheit

Bei den anspruchsvollen Parcours geht die Altersgrenze auf mindestens 12, 14 und 15 Jahre hoch. Die Wege verlaufen dort in einer Höhe von bis zu 15 Metern. Und es ist oft sehr, sehr wackelig. Außerdem kosten sie sehr viel Kraft. Man hält sich beispielsweise an einem Seil und bewegt sich auf mit Abstand gespannten Rundhölzern. Nichts für schwache Nerven.

Alles hat seinen Preis

Ganz billig ist der Spaß in einer solch aufwändigen Anlage allerdings auch nicht. Eine Einzelkarte für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahre kostet 23,50 Euro. Kinder sind günstiger brauchen aber einen Erwachsenen als Begleitung, der mitklettert. Aber es gibt deshalb auch Kombikarten und für Schulklassen und Gruppen Sondertarife.

Immer mehr in ganz Deutschland

Hochseilklettergärten schießen übrigens in ganz Deutschland wie Pilze aus dem Boden. Diese Art sportlich Freizeit zu verbringen findet immer mehr Freunde. Es ist eine Alternative zum freien Klettern in der Landschaft oder in Indoor-Hallen.

Klettern in der Halle als klassische Variante gegen den Hochseilgarten

Ein Seufzer zum Schluss

So ein Tag geht schnell rum. Kara und ihre Freundinnen seufzen, denn so schnell geht es wegen der Preise ja nicht mehr hierher. Aber es gibt schließlich auch noch den Kletterturm zuhause zum Üben beim offenen Treff einmal in der Woche.

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